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Vibe Coding für Neurologen

Software für die klinische Neurologie, entwickelt mit KI-Assistenten — und eine Bestandsaufnahme, was dabei entsteht und was nicht.

Was Vibe Coding bedeutet

Der Begriff stammt von Andrej Karpathy und beschreibt eine Arbeitsweise, bei der man einem KI-Assistenten in normaler Sprache beschreibt, was entstehen soll, statt jede Zeile selbst zu schreiben. Der Assistent erzeugt den Code, man prüft, korrigiert und beschreibt den nächsten Schritt.

Für Fachleute außerhalb der Informatik verschiebt das die Grenze des Machbaren. Wer eine klinische Fragestellung genau formulieren kann, braucht nicht mehr zwingend jahrelange Programmierpraxis, um ein funktionierendes Werkzeug dafür zu bauen.

Die Einschränkung gehört dazu: Prüfen bleibt Handarbeit. Ein Assistent erzeugt Code, der plausibel aussieht und trotzdem falsch rechnet. Bei Werkzeugen, die Messwerte auswerten, entscheidet deshalb nicht die Geschwindigkeit der Entstehung, sondern die Sorgfalt der Prüfung — Tests gegen analytisch bekannte Ergebnisse, Vergleichsmessungen vor und nach jeder Änderung.

Womit gearbeitet wird

KI-Assistent

Claude Code

Anthropic. Arbeitet im Terminal direkt am Projekt — liest Dateien, ändert sie, führt Tests aus.

KI-Assistent

Codex

OpenAI. Zweite Meinung bei Architekturfragen und für Aufgaben, die sich gut isoliert beschreiben lassen.

Die Projekte selbst verwenden gängige Technik, nichts Exotisches:

Alles läuft auf einem einzelnen kleinen Server, alles webbasiert — die Anwendungen brauchen keine Installation, nur einen Browser.

Anwendungen

Die Anwendungen sind zugangsgeschützt und richten sich an Fachpersonal. Keine davon ist ein Medizinprodukt; sie dienen Lehre, Forschung und Organisation.

Anderswo